| 27. September 2025: Slowenien ehrt | |
Einige haben die seelische und körperliche Tortur nicht überstanden. Einige wurden nach Kriegsende von ihren Angehörigen (soweit diese Verfolgung und Terror überlebt hatten) gefunden und konnten nach Slowenien zurückkehren. Einige wuchsen bei ihren deutschen Pflege- oder Adoptiveltern auf. Manche erfuhren, was mit ihnen geschehen war, manche mussten lange recherchieren, bis sie eine Spur fanden … Zu ihnen gehört Ingrid von Oelhafen. Ihre Geschichte und die von drei anderen slowenischen Raubkindern hat Maja Weiss in einem beeindruckenden Film erzählt (vgl. Blog 27). Ihre Arbeit, vor allem aber die jahrelangen Aktivitäten des Vereins geraubter slowenischer Kinder haben auf deren Schicksale aufmerksam gemacht. Und sind dabei auf Interesse und Mitgefühl gestoßen – auch bei Politikerinnen und Politikern. Nun findet 80 Jahre nach Kriegsende in Slowenien ein Staatsakt statt, mit der Präsidentin des Landes! Ingrid von Oelhafen ist dazu eingeladen – sie freut und wundert sich gleichzeitig. Stattdessen sortierte das deutsche Finanzministerium das Schicksal der geraubten Kinder als „allgemeines Kriegsfolgenschicksal“ ein – damit waren Ansprüche auf Entschädigung abgewehrt. Klagen auf Entschädigung wurden über mehrere Instanzen abgewiesen. Erst 2022 konnte sich ein einzelnes Bundesland (Baden-Württemberg) zu einer Zahlung von 5000 Euro pro Person durchringen. Tatsächlich ausgezahlt wurde der Betrag an drei Betroffene ...
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